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| Natalia Iwanowa:
Wie der Super-GAU in Tschernobyl ihr Leben veränderte | ||||
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Das Leben von Natalia Iwanowas ist seit dem Unfall von Tschernobyl anders.
Etwa einen Drittel der Kinder stammt aus kontaminierten Gebieten. War es für Natalia schon schwer genug, mit den gravierenden Veränderungen ihres Lebens zurecht zu kommen, belastete sie die Arbeit zu Beginn enorm. In dieser Institution werden die Kinder mehr oder weniger aufbewahrt, es gibt keinen Platz für pädagogische Prinzipien, für Schulung und Entwicklung.
Quelle Text und Bild: Mads Eskesen: "Chernobyl 20 years - 20 lives". | ||||
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| Was geschah in Tschernobyl? | ||
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Am 26. April 1986 ereignete sich im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl der
schwerste Unfall in der Geschichte der zivilen Nutzung der Atomenergie.
In der Nacht vom 25. zum 26. April 1986 explodierte der Reaktor Nr. 4 des Leninkraftwerkes bei Tschernobyl und brannte in den folgenden Tagen komplett aus. Dabei wurden grosse Mengen radioaktiv strahlender Substanzen in die Luft geschleudert, die sich in der näheren und weiteren Umgebung niederschlugen. Die Freisetzung von mehreren Tonnen hochradioaktiven Materials aus dem explodierten Block 4 von Tschernobyl führte zu einer weiträumigen Verseuchung des Bodens, der Pflanzen, Menschen und Tiere sowie der Gewässer. Auch das Grundwasser wurde langfristig mit radioaktiven Stoffen belastet. In den folgenden Monaten kamen sogenannte "Liquidatoren" nach Tschernobyl (Soldaten, Studenten und "Freiwillige"), die das Kraftwerk dekontaminierten, weitere Gefahrenquellen eliminierten und schliesslich den Sarkophag umbauten, der heute den explodierten 4. Block umschliesst. Die Zahlenangaben zu den Personen schwanken zwischen 600.000 und 1,2 Millionen Menschen. Die Strahlung liess Menschen erkranken und sterben. Ärzte kämpfen um das Leben von Kindern, operieren Schilddrüsen am laufenden Band, bestrahlen, um Metastasen am Wachstum zu hindern und müssen dennoch zu oft mit ansehen, wie der Tod stärker ist als ihre Kunst. Die Strahlung machte ganze Regionen in Weissrussland und in der Ukraine unbewohnbar. Die Städte Pripjat und Tschernobyl in unmittelbarer Umgebung des Reaktors wurden innerhalb von Tagen evakuiert. Über 400'000 Bewohner aus der direkten Umgebung des Atomkraftwerkes mussten umgesiedelt werden und haben ihre Heimat auf Dauer verloren. 2'900 km2 um Tschernobyl bleiben für Jahrtausende unbewohnbar. Die meisten Todesfälle sind auf die Spätfolgen der Verstrahlung zurückzuführen, zum Beispiel auf Krebserkrankungen, Immunschwäche-Krankheiten (so genanntes "Tschernobyl-Aids"), Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen (Selbstmord). In ganz Europa, vor allem in den am meisten betroffenen Gebieten in Weissrussland und der Ukraine sterben noch heute "Unbeteiligte" an den Folgeschäden von Tschernobyl. Die Krebs- und Kindersterblichkeitsraten steigen an, in den stark verstrahlten Gebieten sogar explosionsartig. Der gesundheitliche Zustand der Kinder, die auf verstrahlten Böden aufwachsen, ist erschreckend. 21 Jahre später sind 92.7 % erkrankt oder gestorben. Und diese Folgen werden sich nicht auf die heutigen Generationen beschränken. Tschernobyl ist eine Katastrophe, die niemals endet. | ||
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| Zum 20. Jahrestag von Tschernobyl: Grösste Umweltkatastrophe durch AKW-Explosion am 26.4.1986 | ||
| Die Tschernobyl-Katastrophe, welche Radioaktivität von vergleichsweise 300 Hiroshima-Bomben freigesetzt hat, jährte sich am 26. April 2006 zum 20. Mal! Grosse Teile des europäischen Kontinents wurden für tausende von Jahren radioaktiv verseucht. Millionen von Menschen und Tieren, welche heute in den bestrahlten Gebieten der Ukraine, Weissrussland und Russland leben, sind dauernd den Strahlungen ausgesetzt. Die Folgen sind Krebserkrankungen, Störungen des Nervensystems, erhöhte Säuglingssterblichkeit, Todgeburten und vieles mehr. Es gibt praktisch keine gesunden Kinder mehr! | ||
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Die nationale und internationale Atomlobby scheut keine Mittel, um für den Bau von weiteren Atomkraftwerken gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu gehört, dass Berichte und Studien von der WHO und der IAEA systematisch zensuriert oder verschwiegen werden. UDEO schweigt nicht: Deshalb liessen wir zum 20. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe zur Erinnerung ein grosses Inserat in der Neuen Luzerner-Zeitung NLZ erscheinen: | ||
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